MB_Bank_850x570.png

28.4 – 23.8.2021

Marc Brandenburg, Hirnsturm II

Marc Brandenburgs ins Negativ verkehrte Bleistiftzeichnungen halten alltägliche, ephemere Motive fest: kostümierte Demonstrant*innen, eine Bank im Berliner Tiergarten, Müll, Graffiti, Werbung, Schlafplätze von Obdachlosen. Der 1965 geborene Künstler durchstreift Städte wie Berlin, London oder Barcelona als Flaneur, fotografiert seine Eindrücke, um sie dann "wie ein menschlicher Kopierer" abzuzeichnen. Er findet in diesem fast meditativen Prozess Schönheit in sozialen Zuständen, die in unserer Gesellschaft immer mehr zum Gegenstand von Hass werden: dem Sensiblen, Gefährdeten, Traumatisierten, Prekären. Brandenburg interessieren hierbei die Momente, in denen innere und äußere Zustände ineinander übergehen, in denen der Mensch mit seiner Kostümierung, seiner Kleidung oder seiner Behausung verschmilzt. Dabei sind ihm die formalen und konzeptionellen Aspekte der Zeichnung, die grundsätzliche Auseinandersetzung mit Repräsentation bedeutsamer als die Motive selbst: „Die Leere hinter den Abbildern, das durchscheinende Weiß ist wichtig." Hirnsturm II ist ein visueller Essay, der Zeichnungen aus über 25 Jahren mit jüngeren Arbeiten wie der Videoinstallation Camouflage Pullover (2018) verbindet. Zusätzlich werden eigens für die Ausstellung im PalaisPopulaire zahlreiche neue Arbeiten entstehen.

Marc Brandenburg, Untitled, 2020 

AoY_ArtMag_994x450.jpg

16.9.2021-7.2.2022

Artists of the Year 2021 der Deutschen Bank

Vor einer Dekade wurde das Programm Artist the Year der Deutschen Bank initiiert. Anlässlich dieses Jubiläums erhalten nun erstmals drei Künstler*innen zugleich diese Auszeichnung: Maxwell Alexandre (Brasilien), Conny Maier (Deutschland) und Zhang Xu Zhan (Taiwan). Ausgewählt auf Empfehlung der Kurator*innen  Hou Hanru, Udo Kittelmann und Victoria Noorthoorn werden diese drei absolut eigenständigen und einzigartigen künstlerischen Positionen im Palais Populaire präsentiert. Gemeinsam ist Alexandre, Maier und Zhan, dass sie alle ohne die Ausbildung an einer Hochschule die Kunstwelt erobert haben. Aus sehr unterschiedlichen Perspektiven blacken die Künstler*innen auf die Conditio Humana und reflektieren dabei elementare, globale Themen wie Gemeinschaft, Spiritualität und das Verhältnis zur Natur.